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USA, Europa oder China: Wer ist der Superheld des Weltklimas?

Hamburg, 21. Oktober 2020 – Covid-19 wird die alte Hackordnung in der Weltwirtschaft - und in der Klimapolitik - auf den Kopf stellen. China führt nicht nur den wirtschaftlichen Aufschwung nach Covid-19 an, sondern scheint auch in der Klimapolitik vom Nachzügler zum Vorreiter zu werden: Präsident Xi Jinping hat sich zu Netto-Null-Emissionen bis 2060 verpflichtet. Auch die EU hob ihre Klimaziele im Rahmen ihres "Green Deal" deutlich an und untermauerte sie mit ihrem mutigen EU Recovery Fund. Was die USA betrifft, so könnten die bevorstehenden Wahlen ein Wendepunkt sein, wenn es um die Führung im Klimabereich geht.

Diese Neuausrichtung der Klimapolitik ist willkommen - und überfällig. Es reicht nicht aus, das Wirtschaftswachstum vom Emissionswachstum abzukoppeln. Auf der Grundlage der heutigen Politik werden die Emissionen der EU, Chinas und der USA zusammengenommen bis 2030 auf 23,6 Milliarden Tonnen CO2 anwachsen und damit weit über den 5,5 Milliarden Tonnen liegen, die mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens vereinbar wären. Ihr kombiniertes Defizit von 18,1 Milliarden Tonnen an Emissionsreduktionen entspricht 50% der weltweiten Emissionen im Jahr 2018.

Die Emissionsintensität, gemessen an den CO2-Emissionen pro Dollar des BIP, hat sich in China alle 20 Jahre, in den USA alle 29 Jahre und in der EU alle 28 Jahre halbiert. Unsere Analyse zeigt, dass dieser Trend in den letzten 50 Jahren erstaunlich robust war. Folgt man diesen Trends, so wird es nie zu Nullemissionen kommen.

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