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Veränderung? Welche Veränderung? Sparerverhalten nach Covid-19

13. Januar 2021 - Die Covid-19-Lockdowns haben das Verhalten der Sparer verändert: Die Menschen sparten nicht nur mehr, weil es keine Konsummöglichkeiten gab, sie sparten auch anders, indem sie mehr Geld in Aktien und Investmentfonds steckten.
In allen sechs von uns analysierten Ländern - Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Österreich und den USA - stieg der Nettoerwerb von Finanzvermögen im ersten Halbjahr 2020 (im Vergleich zu H1 2019) deutlich an, von 35% in Deutschland bis zu satten 223% in Italien. Darüber hinaus stieg der Anteil von Aktien und Investmentfonds in allen Ländern deutlich an.
Spanische und insbesondere italienische Haushalte wandelten sich von Nettoverkäufern von Aktien und Investmentfonds zu eifrigen Käufern. Auch in Deutschland (von 15% auf 24%), Frankreich (von 3% auf 11%) oder Österreich (von 20% auf 25%) spielten Aktien und Investmentfonds eine größere Rolle beim Sparen als zuvor.
Die einzige Ausnahme bildeten die USA, wo der Anteil dieser Anlagen an den neuen Ersparnissen leicht zurückging, obwohl der absolute Betrag um 25% anstieg.
Eine mögliche Erklärung: Der Sparanstieg wurde vor allem durch großzügige Arbeitslosenunterstützung ausgelöst - also durch relativ ärmere Sparer, denen es im Allgemeinen an Erfahrung mit den Kapitalmärkten fehlt. So landeten drei Viertel der frischen Ersparnisse auf Bankkonten und verdeckten das dahinter liegende steigende Interesse an Kapitalmarktprodukten der erfahreneren und regelmäßigen Sparer.

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