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Rohstoffe: Höhere Nachfrage, Angebotsengpässe, aber (noch) keine Spekulation

11. März 2021 - Angeführt von Öl befinden sich einige Rohstoffpreise aktuell auf Rekordhochs, was dem erwarteten Nachholbedarf entspricht. Seit den Tiefstständen im Mai 2020 befinden sich Mais, Sojabohnen und Kupfer auf Sieben- bis Achtjahreshochs, während Baumwolle auf einem Dreijahreshoch gehandelt wird.

Den größten Anstieg haben jedoch die Energiepreise erlebt, die größtenteils vom Öl getrieben werden. Der Großteil des Anstiegs lässt sich durch die erwartete Beschleunigung des BIP-Wachstums für 2021 erklären, nachdem die Wirtschaft ein ganzes Jahr lang eine Pause eingelegt hat. Wir prognostizieren für China ein Wachstum von +8,2%, für die USA von +5,3%, für die Eurozone von +4,3% und für die Schwellenländer von +6% im Jahr 2021.

Doch während wir die Welt neu vernetzen und mit den Ängsten nach Covid-19 umgehen, treiben Angebots- und Lagerverknappungen die Rohstoffpreise vorübergehend nach oben. Während die Lagerbestände für Industriemetalle in den LME-Lagern gesunken sind, beobachten wir bei einigen Metallen, insbesondere Kupfer und Aluminium, einen Anstieg der Lagerbestände in den chinesischen SHFE-Lagern. Darüber hinaus war die Metallbevorratung durch das State Reserve Bureau (SRB) in der Vergangenheit eine politische Unterstützungsmaßnahme in China. Während der Finanzkrise zwischen Dezember 2008 und Januar 2009 kaufte das SRB zum Beispiel 590.000 Tonnen Aluminium und 159.000 Tonnen Zink. Obwohl die Zahlen nicht bekannt sind, können wir mit Sicherheit behaupten, dass die SRB ihre Metallindustrien durch die Bevorratung im Jahr 2020 unterstützt hat.

Kupfer ist ein besonders markantes Beispiel: Chinesische Lagerhäuser füllten ihre Bestände auf und hielten hohe Lagerbestände, während die globale Produktionsbilanz (Produktion minus Verbrauch/Verkauf) tief im negativen Bereich lag.

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