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3. September 2020 - Die beispiellosen Konjunkturprogramme, die die europäischen Regierungen in diesem Sommer auf den Weg gebracht haben (Phase II zur Wiederankurbelung der Wachstumsmotoren nach den Soforthilfeprogrammen der Phase I), dürften dazu beitragen, das Wirtschaftswachstum in den Jahren 2021-22 um +2,4 Prozentpunkte in Frankreich, +2 Prozentpunkte in Deutschland und +0,7 Prozentpunkte in Italien anzukurbeln.

In Frankreich ist  ein Konjunkturpaket in Höhe von 100 Mrd. EUR (4,3% des BIP) darauf ausgerichtet, einen nachhaltigen Übergang zu erreichen (30 Mrd. EUR), die industrielle Wettbewerbsfähigkeit zu fördern (35 Mrd. EUR) und den sozialen Zusammenhalt (35 Mrd. EUR) durch Transfers und Arbeitsmarktmaßnahmen zu erhalten. Im Vergleich zum deutschen Konjunkturpaket (3,8% des BIP), das im Wesentlichen nachfrageorientiert ist, zielt das französische Konjunkturpaket auf die Wiederbelebung der Angebotsseite der Wirtschaft ab. Die französische Regierung ist eindeutig bestrebt, den inländischen Produktionsmotor wieder anzukurbeln - auch um traditionelle Industriezweige wie die Automobilindustrie neu zu beleben -, indem sie gegen die lang anhaltenden strukturellen Verkrustungen der Wirtschaft vorgeht. Allerdings ist Frankreich sowohl beim Konsum als auch bei den Investitionen stark von Importen abhängig. Daher wird die Kehrseite dieses fiskalischen Impulses die Ausweitung des bereits hohen Handelsdefizits sein.

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