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Europäische Unternehmen: (Aktives) Bargeld ist König

24. Februar 2021 - Europäische nicht-finanzielle Kapitalgesellschaften ("non-fincial counterparties", abgekürzt NFC) haben die Möglichkeit staatlich garantierter Kredite genutzt, um Bargeldreserven aufzubauen, insbesondere in Frankreich (183,8 Mrd. EUR), Großbritannien (157 Mrd. GBP) und Italien (84,5 Mrd. EUR). Betrachtet man die Subventionen und Teilarbeitslosenregelungen als Anteil am Verlust der NFC-Wertschöpfung in den Quartalen Q1-Q3 2020, so zeigt sich, dass Unternehmen in den Niederlanden, Belgien und Großbritannien im Jahr 2020 am meisten von direkten staatlichen Liquiditätshilfen profitierten, die dazu beitrugen, ihre Rentabilität in Zeiten der Krise zu schützen. Direkte staatliche Unterstützung war auch der Schlüssel zur Verringerung der Liquiditätsverluste von NFCs und zum Schutz ihrer Nettoersparnisse.

Gleichzeitig sind die Gesamteinlagen der NFCs in allen europäischen Ländern gestiegen, wobei die höchsten Zuwächse in Frankreich (+26% auf 880,3 Mrd. EUR), Großbritannien (+26% auf 757,4 Mrd. GBP) und Italien (+27,5% auf 391,6 Mrd. EUR) zu verzeichnen waren. Vergleicht man jedoch den Anstieg der NFC-Einlagen mit dem Anstieg der NFC-Neukredite, so stellt man fest, dass der Überschuss an Bargeld in Großbritannien (GBP117 Mrd.), Deutschland (EUR84 Mrd.) und Frankreich (EUR79 Mrd.) am höchsten ist.

Das bedeutet, dass die NFCs in diesen Ländern hauptsächlich neue Kredite zum Aufbau von Bargeldreserven verwendet haben. In Ländern, in denen die Differenz zwischen dem Anstieg der Einlagen und dem Anstieg der Kredite negativ ist (Niederlande und in geringerem Maße Italien), verwendeten die Unternehmen zusätzlich zu den Krediten Teile ihrer Barreserven.

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