Branchenberichte

 

 

 

Die Branchenberichte von Euler Hermes vermitteln Ihnen gründliche Analysen, Trends und Vorhersagen zu Schlüsselindustrien in Ihrem Land oder den Ländern, in denen Sie Handel treiben.


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Deutsche Baubranche: Etwas langsameres Wachstum in Sicht!


  • Nachdem die deutsche Baubranche 2014 immer noch ein Plus von 3% verbuchte, erwartet Euler Hermes für 2015 nochmals ein Wachstum um 2%. Dank der robusten Nachfrage im Immobilienmarkt und privaten Wohnungsbau wird dieser Trend auch weiter anhalten. Verstärkt wird diese Entwicklung außerdem durch die Nettozuwanderung und das urbane Wachstum.
  • Der leichte Rückgang beim Wachstum ist im Wesentlichen auf drei konjunkturelle Faktoren zurückzuführen: Erstens herrscht noch Unklarheit bezüglich der öffentlichen Ausgaben. Zweitens könnte sich die Entwicklung der Immobilienpreise angesichts eines nur leicht steigenden verfügbaren Einkommens verflachen. Drittens geht der Effekt der niedrigen Zinsen weiter zurück.
  • Die Profitabilität (Verhältnis von EBITDA zu Nettoumsatz) der Unternehmen aus der Baubranche dürfte mit 5,9% in 2015 weiterhin stabil bleiben. Gleichzeitig schwächt sich der Rückgang der Insolvenzen ab, nur noch 3% weniger Pleiten (insgesamt entfallen 16,5% aller Insolvenzen auf die Baubranche).


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Straßentransport in Deutschland: Kurzfristiger Rentabilitätsvorteil durch niedrigen Ölpreis – und danach?


  • Der Straßentransport ist ein Schlüsselfaktor für das produzierende Gewerbe in Deutschland. Angesichts des nur moderaten Wirtschaftswachstums rechnet Euler Hermes mit einer Steigerung der Bruttoproduktion von 4,5% bzw. 3,8% für 2015 und 2016, nach 5,9% zwischen 2010-2014.
  • Die deutsche Transport- und Logistikbranche ist stark fragmentiert und leidet unter steigenden Lohnkosten, die die Wettbewerbsfähigkeit im In- und Ausland behindern.
  • Die niedrigen Ölpreise lassen 2015 die Margen um 0,6 Prozentpunkte ansteigen, was jedoch durch die höheren Löhne ausgeglichen wird (-0,5 Prozentpunkte). Allerdings hält dieser Effekt 2016 nicht an, so dass die Gewinnmargen dann von 2% auf 1,8% sinken. Ebenso erhöht sich 2016 die Zahl der Insolvenzen wieder auf 1.700.
  • Eine Ausrichtung auf hochwertige Dienstleistungen, Spezialisierungen und Flexibilität sind Schlüsselmerkmale vorausschauender Unternehmen der Branche, um sich damit zukunftssicher und profitabel vom Rest der Masse abzuheben.

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Textil und Bekleidung in Deutschland: Eine Branche mit zwei Gesichtern


  • Deutschland ist der viertgrößte Textilexporteur der Welt, vor allem aber Nettoimporteur. Hier zeigen sich die beiden Gesichter der Branche.
  • Deutschland ist der weltgrößte Exporteur technischer Textilien mit Exporten im Wert von schätzungsweise 7,1 Mrd. EUR im Jahr 2015.
  • Trotz der widerstandsfähigen Nachfrage ging die Produktion an tragfertiger Bekleidung zwischen 2000 und 2013 um 48% und die Einnahmen um 57% zurück, was die Hersteller zur Umstrukturierung ihrer Unternehmen zwang.
  • Trotz eines EBITDA von 16% im Jahr 2014 musste der Bekleidungs-Einzelhandel seine Vertriebsmodelle bereits umstrukturieren, um sich dem neuen Konsumverhalten anzupassen: Der Online-Handel dürfte bis 2017 um 50% zunehmen.

 

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Textil und Bekleidung in Italien: Bronzemedaille im internationalen Wettbewerb - aber mit Hindernissen


  • Die Nachfrage nach Bekleidung ist zurückgegangen, was sich nachteilig auf die gesamte Textil- und Bekleidungsbranche (im Folgenden kurz "T&B") auswirkt: Bei einem Viertel aller Unternehmen, die im 1. Quartal 2014 Insolvenz anmeldeten, handelte es sich um Bekleidungsgeschäfte.
  • Mode "Made in Italy" ist einem starken Wettbewerb durch Niedrig-kostenländer ausgesetzt: Die Wertschöpfung ist innerhalb der letz-ten 15 Jahre um 22% zurückgegangen.
  • Die italienische T&B-Branche bleibt trotz der Bedrohungen attraktiv: Mit geschätzten T&B-Exporten im Wert von 45 Mrd. EUR im Jahr 2015 verzeichnet Italien weltweit die drittbeste Leistung, nach China und Indien.

 

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   (PDF, 1,74 MB)

 

Der Automobilweltmarkt: Wieder auf allen vier Rädern


  • Die Automobil-Weltproduktion ist weiter auf Wachstumskurs (+4% in 2014 und 2015). Die Produktion verschiebt sich dabei bereits zu den neuen Märkten; zwischen 2007 und 2013 legte die Produktion in China um +149% und in Indien um +72% zu, nahm dagegen aber in Frankreich und Italien um -42% bzw. -29% ab.
  • Deutschland hat sein hohes Produktionsniveau beibehalten und wird um weitere +6% in 2014 und um annähernd +4% in 2015 wachsen. Der starke Preiswettbewerb in Europa und die steigenden Produktionskosten belasten die Margen deutscher Hersteller; diese müssen Kosten senken.
  • Deutschlands Exportquote befindet sich auf einem Langzeithoch (77%). Auch die Zulieferer sind zunehmend auf den internationalen Markt hin ausgerichtet.
  • China hat sich zum größten Absatzmarkt der Welt entwickelt und bietet mit einer Ausstattungsrate von 5% gute Wachstumsaussichten (+10% in 2014 und +8% in 2015). 20% der Autoimporte stammen aus Deutschland und die Tendenz ist steigend.

 

euler-hermes-studie-baubranche-deutschland
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Die deutsche Bauindustrie: Betongold am Wendepunkt?


  • In den vergangenen Jahren war im deutschen Baugewerbe ein kräftiges Wachstum zu beobachten (+2,8% für 2012 bzw. +4,4% für 2013), das vom Wohnimmobiliensektor angetrieben wurde. Dieser positive Trend in der deutschen Bauindustrie basiert auf günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Verbindung mit einem Bevölkerungszuwachs.
  • Für 2014 rechnen wir mit einer etwas verhalteneren Fortsetzung dieses positiven Trends. Wir rechnen mit einem Wachstum des Bruttoausstoßes um 3,5% auf EUR 285 Mrd., bedingt durch den Anstieg der Häuserpreise, die Einführung der Mietpreisbremse und niedrige Investitionen der öffentlichen Hand. 2015 sollten das kräftigere BIP-Wachstum und eine Zunahme der Bautätigkeit der öffentlichen Hand das Wachstum des Ausstoßes auf +5,3% steigern.
  • Die Unternehmen des Sektors weisen aufgrund hoher Herstellungskosten niedrige Margen (von geschätzten 6% im Zeitraum 2014-2015) und ein hohes Ausfallrisiko auf, da die durchschnittliche Forderungslaufzeit (DSO) von 36 Tagen höher als in anderen Sektoren ist. Allerdings dürfte die Zahl der Insolvenzen im Sektor in diesem und im kommenden Jahr weiter sinken (d.h. um -3% für 2014 bzw. um -5% für 2015) und somit gegenüber 2013 rückläufig sein.

 

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Die Chemieindustrie in Deutschland: Herausfordernde Zeiten brechen an trotz jüngster Erholung


  • Während Deutschland mit einem EU-Marktanteil von 29% im Jahr 2012 weiterhin Europas größter Produzent von Chemikalien war, fiel der europäische Anteil am weltweiten Umsatz deutlich von 31% in 2002 auf 18% in 2012. Auch Deutschland hat aufgrund des starken Wachstums in Asien, insbesondere in China (30% vom Weltumsatz / 9 % in 2002), Marktanteile verloren.
  • Im Gegensatz zu rohstoffreichen Regionen wie dem Nahen Osten oder den Vereinigten Staaten trägt Deutschland die volle Last hoher Rohstoffpreise. Reduzierte Energiekosten, eine verbesserte Energieeffizienz sowie strategische Kooperationen, Innovationen und eine verstärkte Spezialisierung sollten es den deutschen Chemieunternehmen jedoch ermöglichen, weiterhin ein jährliches Wachstum von über 10% bei den operativen Margen zu erzielen.
  • Eine strukturelle Verschiebung hin zu hochwertigen Spezialchemikalien ist richtungsweisend. Dafür stellen das deutsche Know-how, Innovationen und Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette einen Wettbewerbsvorteil dar.

 

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Baumärkte Deutschland: 2014 – noch ein verregnetes Jahr?


  • Deutschland ist Europas größter Markt für Bau- und Heimwerkermärkte.
  • Über die letzten Jahre haben deutsche Bau- und Heimwerkermärkte ihre Verkaufsflächen pro Markt stark erweitert, der Umsatz pro Quadratmeter ist allerdings geringer als zum Beispiel in Frankreich oder Großbritannien.
  • Im Vergleich zum Vorjahr ist der Gesamtbruttoumsatz der Bau- und Heimwerkermärkte 2013 nominal um 2,9 Prozent bwz. flächenbereinigt um 2,6 Prozent eingebrochen.
  • Margendruck und Wettbewerb anhaltend hoch, für weitere Insolvenz derzeit jedoch keine Anzeichen, Umsatzplus im zweistelligen Bereich im 1. Quartal 2014.

 

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Automobilbranche China: Eine Fülle kleiner lokaler Firmen in einem von westlichen Konzernen beherrschten Markt


  • Eine in den 1980er und 90er Jahren entstandene Branche, die noch in den Kinderschuhen steckt.
  • Mit seit 2010 sagenhaften Wachstumsraten zum weltweit führenden Markt geworden.
  • Von westlichen Autobauern beherrscht, die durch Joint Venture in Kooperation mit chinesischen Staatsunternehmen 60% des Markts besetzen.
  • Zu viele kleine Firmen mit begrenzter lokaler Reichweite und ungewissen Zukunftsaussichten; ca. 80 Hersteller mit schwachen Umsätzen.
  • Eine Branche (Automobil u. Zubehör), die sich noch selbst strukturieren muss, um international expandieren zu können.