Euler Hermes nimmt wieder mehr Risiken in Deckung

Euler Hermes nimmt wieder mehr Risiken in Deckung

Hamburg, 22.04.2010

Verhaltener Wachstumstrend der deutschen Wirtschaft ermöglicht offensivere Risikopolitik

Nach der neuesten Analyse der Euler Hermes Gruppe setzt sich die Erholung der Weltwirtschaft bis 2011 mit verhaltener Dynamik fort. Nach wie vor bleiben aber die Risiken als Folge der schwersten globalen Rezession bestehen. In seiner Prognose rechnet der weltweit führende Kreditversicherer für dieses und nächstes Jahr mit einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 2,9 Prozent. Treiber sind Asien und die USA. Für Westeuropa prognostiziert Euler Hermes ein Wirtschaftswachstum von weniger als 2 Prozent. Für Deutschland fällt das prognostizierte Wachstum mit 1,5 Prozent in diesem und 1,4 Prozent im nächsten Jahr relativ schwach aus.

Euler Hermes hat die sich abzeichnende wirtschaftliche Entspannung bereits in seiner Risikopolitik berücksichtigt. „Obwohl wir weiterhin bei unseren Entscheidungen sehr wachsam die Entwicklung der Forderungsausfälle und Insolvenzen berücksichtigen werden, unterstützen wir unsere Kunden in ihrem Wachstumsbestreben, indem wir mehr Risiken übernehmen. Durch unsere angemessene Risikopolitik seit Ausbruch der Krise sind wir jetzt in der Lage, den sich abzeichnenden wirtschaftlichen Aufschwung unserer Kunden sehr engagiert zu begleiten“, erklärt Ralf Meurer, Vorstandsvorsitzender der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG in Hamburg.

Das Geschäftsmodell der Kreditversicherung erlaubt es, schnell auf die verbesserte Situation am Markt zu reagieren und den Unternehmen wieder mehr Deckung zur Verfügung zu stellen. Insgesamt geht Euler Hermes davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft zwar langsamer als erhofft, aber dennoch stetig von der größten Rezession der Nachkriegszeit erholen wird. Für die Unternehmen und die Insolvenzentwicklung bedeutet dies zwar noch keine Entwarnung, da Euler Hermes zumindest für dieses Jahr mit weiter steigenden Unternehmensinsolvenzen rechnet. Jedoch dürfte der Insolvenzanstieg 2010 niedriger verlaufen, als zunächst angenommen. Die finanziellen Schäden haben mit 73 Mrd. Euro ausstehender Forderungen 2009 den historischen Höchststand erreicht.

Viele Unternehmen litten im Zuge der Krise unter starken Auftragseinbrüchen und erhielten teilweise aufgrund der starken Verschlechterung einzelner Risiken nicht immer den gewünschten umfassenden Deckungsschutz. Die Zahl der Insolvenzen stieg in 2009 um mehr als 11 Prozent auf insgesamt 32.687 an. Dennoch versicherte die Euler Hermes Gruppe auch in den vergangenen Krisenjahren Transaktionen im Wert von 700 Mrd. Euro. Die Schadenzahlungen 2009 beliefen sich allein für die deutsche Gesellschaft
auf 400 Mio. Euro.

Die Euler Hermes Gruppe ist Weltmarktführer im Kreditversicherungsgeschäft und eine der führenden Gesellschaften in den Bereichen Inkasso und Kautionsversicherung. Mit 6.200 Mitarbeitern in über 50 Ländern bietet Euler Hermes ein komplettes Spektrum an Dienstleistungen für das Forderungsmanagement an. Der Umsatz 2009 betrug 2,1 Mrd. Euro.

Die Euler Hermes Gruppe analysiert die Bonität von über 40 Millionen Unternehmen und versichert Transaktionen im
Wert von 700 Mrd. Euro weltweit.

Euler Hermes, Tochtergesellschaft der AGF und Mitglied der Allianz, ist an Euronext Paris notiert. Die Gruppe und ihre wichtigsten Tochtergesellschaften im Bereich Kreditversicherung erhielten von Standard & Poor’s das Rating AA-. www.eulerhermes.com


Pressemeldung vom 22.04.2010
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